Grüner Star2026-09-17T14:37:10+02:00

Grüner Star in Graz.
Wenn der Sehnerv langsam Schaden nimmt.

Der Grüne Star, medizinisch Glaukom, kann den Sehnerv über viele Jahre hinweg unbemerkt schädigen. Gerade im frühen Stadium treten häufig keine Beschwerden auf. Eine frühzeitige Diagnose und regelmäßige Kontrollen sind deshalb besonders wichtig.

In der Ordination von Prof. Priv. Doz. Dr. Ewald Lindner in Graz erfolgt eine umfassende Glaukomdiagnostik und persönliche Beratung zu den individuellen Behandlungsmöglichkeiten.

Frau mit Augenbeschwerden – Grüner Star und Glaukomvorsorge beim Augenarzt in Graz
Spaltlampe für die augenärztliche Untersuchung in Graz

Was ist der Grüne Star?

Der Grüne Star, medizinisch Glaukom, bezeichnet eine Gruppe verschiedener Augenerkrankungen, bei denen der Sehnerv geschädigt werden kann. Der Sehnerv verbindet das Auge mit dem Gehirn und ist dafür verantwortlich, die visuellen Informationen weiterzuleiten.

Bei vielen Glaukomformen spielt ein erhöhter Augeninnendruck eine wichtige Rolle. Ein Glaukom kann jedoch auch bei statistisch normalen Druckwerten entstehen. Umgekehrt bedeutet ein erhöhter Augeninnendruck nicht automatisch, dass bereits ein Glaukom vorliegt.

Für eine zuverlässige Diagnose müssen deshalb verschiedene Befunde gemeinsam beurteilt werden – unter anderem Augeninnendruck, Sehnerv, Gesichtsfeld und OCT.

Woran kann ich einen Grünen Star erkennen?

Anfangs häufig keine Beschwerden

Das typische chronische Glaukom entwickelt sich meist langsam und schmerzlos. Viele Betroffene bemerken über Jahre keine deutliche Veränderung ihres Sehvermögens.

Zunehmende Gesichtsfeldausfälle

Im weiteren Verlauf können einzelne Bereiche des Gesichtsfeldes eingeschränkt sein. Da das Gehirn fehlende Informationen lange ausgleichen kann, bleiben diese Veränderungen häufig zunächst unbemerkt.

Probleme bei Orientierung und Alltag

Bei fortschreitender Erkrankung können Gesichtsfeldausfälle die Orientierung und alltägliche Tätigkeiten zunehmend erschweren.

Plötzliche starke Beschwerden

Starke Augenschmerzen, ein rotes Auge, plötzlich verschwommenes Sehen, Farbringe um Lichtquellen, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen können auf einen akuten Glaukomanfall hinweisen. Dieser ist ein medizinischer Notfall.

Dr. Ewald Lindner bei der augenärztlichen Diagnostik in seiner Praxis in Graz

Unsicher, ob ein Glaukom vorliegt?

Ein Glaukom kann lange bestehen, ohne dass Sie selbst eine Sehverschlechterung bemerken. Besonders bei erhöhtem Augeninnendruck, familiärer Vorbelastung oder bereits auffälligen Befunden ist eine augenärztliche Abklärung sinnvoll.

Augenärztliche Untersuchung einer älteren Patientin zur Glaukomvorsorge
GLAUKOMVORSORGE

Wer hat ein erhöhtes Risiko?

Das Risiko für einen Grünen Star steigt mit zunehmendem Alter. Auch eine familiäre Vorbelastung, ein erhöhter Augeninnendruck, starke Kurzsichtigkeit sowie bestimmte anatomische Besonderheiten des Auges können das Risiko erhöhen.

Weitere Risikofaktoren sind frühere Augenverletzungen oder Entzündungen sowie bestimmte Medikamente, insbesondere eine langfristige Kortisonbehandlung. Bei erhöhtem Risiko sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen besonders wichtig.

GLAUKOMDIAGNOSTIK

Wie wird ein Glaukom festgestellt?

Die Messung des Augeninnendrucks allein reicht für eine zuverlässige Diagnose nicht aus. Entscheidend ist die gemeinsame Beurteilung verschiedener Befunde.

Neben dem Augeninnendruck wird der Sehnerv untersucht. Mittels OCT können die Nervenfaserschichten hochauflösend dargestellt werden. Eine Gesichtsfelduntersuchung zeigt zusätzlich, ob bereits Einschränkungen bestehen. Das Zusammenspiel dieser Untersuchungen ermöglicht eine individuelle Beurteilung der Erkrankung.

Messbrille zur Bestimmung der Sehschärfe und Fehlsichtigkeit
GLAUKOMBEHANDLUNG

Wie wird der Grüne Star behandelt?

Ziel der Behandlung ist es, den Sehnerv möglichst langfristig zu schützen und ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern oder zu verlangsamen.

Je nach Form und Stadium des Glaukoms kommen Augentropfen, eine SLT-Laserbehandlung oder operative Verfahren infrage. Welche Therapie am besten geeignet ist, wird anhand der individuellen Befunde und des bisherigen Krankheitsverlaufs entschieden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es beim Grünen Star?

Die Behandlung des Grünen Stars richtet sich nach der Form und dem Stadium der Erkrankung sowie dem individuell angestrebten Augeninnendruck.

Ziel jeder Behandlung ist es, den Augeninnendruck so weit zu senken, dass der Sehnerv möglichst langfristig geschützt und ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert oder verlangsamt wird.

Je nach Befund stehen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung – von Augentropfen über eine Laserbehandlung bis hin zu modernen operativen Verfahren.

Behandlung mit Augentropfen

Augentropfen können den Augeninnendruck senken, indem sie entweder die Produktion des Kammerwassers reduzieren oder dessen Abfluss verbessern. Häufig werden verschiedene Wirkstoffe miteinander kombiniert. Wichtig ist eine regelmäßige Anwendung, da die Wirkung sonst nachlässt.

SLT-Laserbehandlung

Die Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT) verbessert den Abfluss des Kammerwassers über das Trabekelwerk und kann dadurch den Augeninnendruck senken. Die Behandlung erfolgt ambulant, ist schmerzarm und kann bei Bedarf wiederholt werden.

Operative Behandlung

Wenn Augentropfen und Laserbehandlungen den Augeninnendruck nicht ausreichend senken oder nicht gut vertragen werden, kann eine Operation notwendig sein. Dafür stehen heute unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Welches davon geeignet ist, hängt unter anderem von der Glaukomform, dem gewünschten Zieldruck und den individuellen Voraussetzungen des Auges ab.

Grüner Star abklären lassen

Ein Grüner Star entwickelt sich häufig lange unbemerkt. Eine augenärztliche Untersuchung kann klären, ob ein erhöhtes Glaukomrisiko oder bereits Veränderungen am Sehnerv vorliegen und welche Behandlung in Ihrem Fall sinnvoll ist.

Spaltlampe für die augenärztliche Untersuchung in Graz

Welches Operationsverfahren kommt infrage?

Für die operative Behandlung des Grünen Stars stehen heute unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Welche Methode im individuellen Fall geeignet ist, hängt unter anderem von der Form und dem Stadium des Glaukoms, dem angestrebten Augeninnendruck und den persönlichen Voraussetzungen ab.

Trabekulektomie

Bewährtes Verfahren zur Drucksenkung

Bei der Trabekulektomie wird ein neuer Abflussweg für das Kammerwasser geschaffen. Dadurch kann der Augeninnendruck deutlich gesenkt werden. Das Verfahren kommt insbesondere bei fortgeschrittenem Glaukom oder bei einem sehr niedrigen angestrebten Zieldruck infrage.

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XEN Gel Stent

Kleines Implantat zur Drucksenkung

Der XEN Gel Stent ist ein sehr feines Implantat, das einen zusätzlichen Abflussweg für das Kammerwasser schafft. Dadurch kann der Augeninnendruck gesenkt werden. Das Verfahren ist weniger invasiv als eine klassische Trabekulektomie.

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PreserFlo MicroShunt

Kontrollierter Abfluss des Kammerwassers

Der PreserFlo MicroShunt ist ein kleines Implantat, über das Kammerwasser aus dem Auge abgeleitet wird. Dadurch soll der Augeninnendruck langfristig gesenkt und der Sehnerv entlastet werden.

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Hydrus Microstent & MiniJect

Der Hydrus Microstent unterstützt den natürlichen Abfluss des Kammerwassers über den Schlemm-Kanal.

Der MiniJect wird in einen anderen Abflussbereich des Auges eingesetzt und soll dort den Abfluss des Kammerwassers verbessern.

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Expertise im Bereich Glaukom

Die Früherkennung, Diagnostik und Behandlung des Grünen Stars gehört zu den fachlichen Schwerpunkten von Prof. Priv. Doz. Dr. Ewald Lindner. Neben seiner langjährigen klinischen Erfahrung verfügt er über eine spezialisierte europäische Qualifikation im Bereich Glaukom.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Grünem Star und Glaukom?2026-08-27T10:57:30+02:00

Grüner Star ist die umgangssprachliche Bezeichnung für ein Glaukom. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, bei der der Sehnerv zunehmend geschädigt wird. Häufig spielt ein erhöhter Augeninnendruck eine Rolle, ein Glaukom kann jedoch auch bei normalen Druckwerten auftreten.

Welche Symptome verursacht ein Grüner Star?2026-08-27T10:57:02+02:00

Ein Grüner Star verursacht im frühen Stadium häufig keine Beschwerden. Veränderungen des Gesichtsfeldes werden deshalb oft erst bemerkt, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind daher besonders wichtig.

Ist ein erhöhter Augeninnendruck automatisch ein Grüner Star?2026-08-27T10:56:41+02:00

Nein. Ein erhöhter Augeninnendruck bedeutet nicht automatisch, dass bereits ein Glaukom vorliegt. Für die Diagnose werden unter anderem der Sehnerv und – je nach Befund – weitere Untersuchungen wie OCT und Gesichtsfeldmessung herangezogen.

Kann man Grünen Star heilen?2026-08-27T10:56:19+02:00

Bereits entstandene Schäden am Sehnerv können in der Regel nicht rückgängig gemacht werden. Ziel der Behandlung ist deshalb, den Augeninnendruck zu senken und ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung möglichst zu verhindern.

Wie wird Grüner Star behandelt?2026-08-27T10:55:56+02:00

Die Behandlung richtet sich nach Form und Stadium des Glaukoms sowie dem individuell angestrebten Augeninnendruck. Je nach Befund kommen Augentropfen, eine SLT-Laserbehandlung oder operative Verfahren infrage.

Wann ist eine Operation bei Grünem Star notwendig?2026-08-27T10:55:31+02:00

Eine Operation kann infrage kommen, wenn der Augeninnendruck durch Augentropfen oder Laserbehandlungen nicht ausreichend gesenkt werden kann oder diese nicht gut vertragen werden. Welches Verfahren geeignet ist, wird individuell anhand des Befundes entschieden.

Wie oft sollte der Augeninnendruck kontrolliert werden?2026-08-27T10:54:50+02:00

Wie häufig Kontrollen notwendig sind, hängt vom individuellen Risiko und vom jeweiligen Befund ab. Bei einem bereits diagnostizierten Glaukom werden die Kontrollintervalle individuell festgelegt, um Veränderungen möglichst früh erkennen zu können.

Ab welchem Alter ist eine Glaukomvorsorge sinnvoll?2026-08-27T10:54:21+02:00

Das Risiko für ein Glaukom steigt mit zunehmendem Alter. Auch familiäre Vorbelastung, starke Kurzsichtigkeit oder andere Risikofaktoren können eine frühere bzw. regelmäßigere Kontrolle sinnvoll machen. Der geeignete Untersuchungszeitpunkt sollte individuell mit dem Augenarzt besprochen werden.

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